Plattenkalkvorkommen
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Solnhofen

Die Plattenkalke der Altmühlalb erstrecken sich zwischen Donauwörth und Regensburg über eine Länge von rund 100 km mit einer Breitenerstreckung von bis zu 25 km und einer Mächtigkeit von  örtlich mehr als 150 Metern. Unterbrochen werden die Vorkommen von Riffkalkgesteinen, so dass sich eine fleckenartige Verteilung der Plattenkalkvorkommen ergibt.

Schematische Skizze zur Verbreitung verschiedener Plattenkalk-Becken

(Abb. aus: Röper  und Rothgaenger, Die Plattenkalke von Schernfeld, Eichendorf Verlag, 2000)

 

Neben den berühmten Fossilienfunden aus den lithographischen Plattenkalken aus dem Solnhofener Becken und dem Eichstätter Becken , worauf unter "Solnhofener Schichten" eingegangen wird, gibt es in der südlichen und mittleren Frankenalb weitere Plattenkalkvorkommen.

Dem weißen Jura (Malm), Epsilon sind weitverbreitete, fossilreiche Plattenkalke im östlichen Teil des Altmühltaljura zuzuordnen. Hierzu gehören teils verkieselten Schichten von Schamhaupten und Painten und die laminierten Plattenkalke von Brunn.

Zum weißen Jura (Malm), Zeta 2 gehören nicht nur die feinkörnigen lithographischen Plattenkalke von Solnhofen  und Eichstätt (s.o.), sondern auch diejenigen von Pfalzpaint, Zandt, und Painten.

 

Zum weißen Jura (Malm), Zeta 3 gehören die  Kieselplattenkalke der Mörnsheimer Schichten sowie diejenigen der  inzwischen verfüllten Daitinger Steinbrüche. Dem gleichen Zeitraum sind die mergeligen Plattenkalke aus Hienheim  zugehörig. Auch die Plattenkalke aus Ried gehören in diese Zeit.

 

Aus den Plattenkalkvorkommen von Jachenhausen bei Riedenburg in der Nähe von Kelheim stammt das Fossil des kleinsten Dinosauriers der Welt, Compsognathus longipes. Er bewegte sich auf langen, kräftigen Hinterbeinen, hatte nur kurze Arme und einen kleinen, wendigen Kopf. Seine Größe betrug nur ca. 50 cm.

 Zeitgenossen waren behaarte, warmblütige Flugsaurier verschiedener Art und Größe  sowie der Urvogel Archaeopteryx, welcher bereits Vogelfedern trägt, dessen Skelett aber noch diverse Reptilienmerkmale aufweist. 

 

Der Fugsaurier Pterodactylus kochi aus dem Jura Museum (linke Abbildung) und der Urvogel Wellnhoferia grandis aus dem Bürgermeister -Müller - Museum (rechte Abbildung)